Frankreich ist eines der beliebtesten Camping-Ziele für Deutsche, Österreicher und Schweizer – und das zu Recht. Die Vielfalt ist riesig: Atlantikküste, Mittelmeer, Alpen, Loire, Bretagne. Kein anderes europäisches Land bietet so viele Camping-Möglichkeiten auf so engem Raum.
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Das Wichtigste in Kürze
- Frankreich hat über 11.000 Campingplätze – mehr als jedes andere Land in Europa
- Beste Reisezeit für Familien: Juni und September (weniger Hochsaison-Trubel, günstigere Preise)
- Mit dem Camping Carnet (CCI/ACSI-Karte) bekommst du auf vielen Plätzen Rabatt
- Für Familien sind Vendée, Languedoc-Roussillon und die Bretagne besonders gut geeignet
- Anreise mit dem Auto ab Deutschland: 4–8 Stunden je nach Region, gut planbar

Frankreich als Camping-Ziel: Warum es sich lohnt
Drei Wochen Frankreich-Camping kosten eine vierköpfige Familie deutlich weniger als ein Hotelurlaub. Campingplätze in Frankreich sind im EU-Vergleich überdurchschnittlich gut ausgebaut – mit Pools, Wasserrutschen, Spielplätzen und Animation. Für Kinder ist das oft besser als jedes All-Inclusive-Hotel.
Der große Vorteil gegenüber spanischen oder griechischen Zielen: Du kannst mit dem Auto fahren. Kein Flugzeug, keine Gepäcklimits, keine Mietwagenkosten. Das macht Frankreich besonders für Familien attraktiv.
Die besten Regionen für Camping in Frankreich
Bretagne: Rau, grün, ursprünglich
Die Bretagne im Nordwesten Frankreichs ist für alle, die nicht einfach nur am Strand liegen wollen. Die Küstenlinie ist zerklüftet, die Leuchttürme sind beeindruckend, und die Campingplätze sind – im Gegensatz zum Süden – auch im Juli noch bezahlbar und nicht überfüllt.
Besonders gut für: Familien mit Kindern, die Aktivurlaub mögen (Radwege, Kajak, Küstenwandern). Auch für Paare die Ruhe suchen.
Hinweis: Das Wetter in der Bretagne ist wechselhafter als im Süden – Regenkleidung gehört immer ins Gepäck. Dafür grünt und blüht es üppig.
Reisezeit: Juni–August. Außerhalb der Schulferien deutlich ruhiger.
Languedoc-Roussillon: Sonne, Wein und Mittelmeer
Zwischen Pyrenäen und Mittelmeerküste liegt eine der sonnigsten Regionen Frankreichs. Das Languedoc hat lange, heiße Sommer (Temperaturen bis 35 °C), günstige Campingplätze (günstiger als die Côte d’Azur), und gute Familieninfrastruktur.
Besonders gut für: Familien mit Kindern, die Meer und Sonne wollen, ohne Côte d’Azur-Preise zu zahlen.
Campingplätze der Region: Viele Plätze haben direkte Strandanbindung oder liegen in Küstennähe. Mehrere Sterne-Campingplätze mit Wasserpark.
Vendée: Familienfreundlichste Region Frankreichs
Die Vendée an der Atlantikküste ist die vielleicht familienfreundlichste Region Frankreichs. Flache, breite Sandstrände, ruhiges Meer (keine starken Wellen wie weiter im Norden), gut ausgebaute Radwege und eine sehr gute Campingplatz-Infrastruktur.
Besonders gut für: Familien mit kleinen Kindern (flaches Wasser!), Radfahrer, alle die eine entspannte Woche am Meer suchen.
Preis-Leistung: Vendée ist im Hochsommer gefragt – Buchung früh im Jahr wichtig. In der Vorsaison (Mai/Juni) oft 30–40 % günstiger.
Aquitaine / Landes: Pinienwald trifft Atlantik
Südlich von Bordeaux zieht sich eine der längsten Sandstrandküsten Europas durch die Landes. Hinter dem Strand: dichte Pinienwälder. Die Region ist ideal für Surfer und alle, die eine unverbrauchte Küste suchen.
Besonders gut für: Jugendliche und junge Paare die surfen wollen, Familien die einen ruhigeren Strand suchen.
Achtung: Die Atlantikströmung hier ist nicht zu unterschätzen – Baderegeln beachten, besonders mit Kindern.
Côte d’Azur: Traumkulisse, aber Hochsaison teuer
Der Glamour-Süden Frankreichs – Nizza, Cannes, Monaco. Camping an der Côte d’Azur ist möglich, aber im Juli/August teuer und voll. Wer hierher will: lieber im Juni oder September.
Praktische Tipps für Camping in Frankreich

Campingausweis (CCI/ACSI)
Die meisten Campingplätze in Frankreich akzeptieren den Camping Carnet International (CCI) – eine Art Campingausweis, der auf vielen Plätzen als Pfand statt Personalausweis dient und Rabatte bringt. Der ADAC und viele Campingverbände stellen ihn aus (ca. 15–20 €).
Die ACSI-Karte gibt dir auf über 3.000 europäischen Campingplätzen – davon sehr viele in Frankreich – Sonderpreise in der Vor- und Nachsaison (ab ca. 21 €/Nacht). Lohnt sich bei längeren Reisen.
Buchung
In der Hochsaison (15. Juli – 20. August) sind gute Familienplätze oft Monate im Voraus ausgebucht. Frühbuchung wichtig, besonders für Plätze mit Pool oder Strandlage.
Außerhalb der Schulferien-Hauptzeit (Mai, Juni, September) ist das weniger ein Problem – und die Preise sind deutlich niedriger.
Anreise und Maut
Mit dem Auto aus Süddeutschland/Österreich/Schweiz nach Südfrankreich sind es 8–12 Stunden – mit Kindern realistischer auf zwei Tage verteilt.
Die französische Autobahnmaut kostet für eine Reise von der deutschen Grenze bis in den Süden (z.B. Perpignan) ca. 60–90 € einfache Fahrt. Kleine Kasse, aber einplanen.
Vignette und Niedrig-Emissions-Zonen
Frankreich hat in einigen Städten (Paris, Lyon, Straßburg) Umweltzonen mit Crit’Air-Vignette. Als Durchreisender oder Camper außerhalb der Stadt brauchst du sie meist nicht – aber wer in die Innenstadt will, sollte das vorher prüfen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für Camping in Frankreich? Für Familien mit Schulkindern: Juli und August, aber dann auch am teuersten und vollsten. Ideal sind die letzten zwei Juniwochen oder Anfang September – noch warm, deutlich weniger Trubel, und Preise 20–40 % günstiger.
Brauche ich einen Campingausweis für Frankreich? Nicht zwingend, aber empfohlen. Viele Campingplätze nehmen den CCI als Pfand statt Personalausweis. Der ACSI-Ausweis lohnt sich bei Vor-/Nachsaison-Reisen durch Rabatte.
Wie plane ich einen Frankreich-Camping-Trip am besten? Starte mit einer Region, die zu euren Interessen passt (Meer: Vendée oder Languedoc; Natur/Aktivität: Bretagne oder Zentralmassiv). Buche die Hauptplätze früh. Plane 2–3 freie Tage für spontane Stopps ein.
Welche Ausrüstung brauche ich für Frankreich-Camping? Dasselbe wie für normales Camping – plus: Sonnenschutz (im Süden intensiv), gute Regenkleidung für die Bretagne, und ausreichend Trinkwasser für heiße Tage im Languedoc und Aquitaine.
Fazit: Für wen lohnt sich Frankreich?
Frankreich lohnt sich für fast alle Camping-Typen – aber am meisten für Familien und Paare, die eine längere Reise (10–21 Tage) planen und das Auto als Freiheit sehen, nicht als Pflicht.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in der Vorsaison hervorragend. Die Campingplatz-Infrastruktur ist in Europa kaum zu übertreffen. Und die Küche ist – Klischee hin oder her – tatsächlich gut.
Die richtige Ausrüstung für einen Frankreich-Trip findest du in unserem Camping-Ausrüstung-Ratgeber. Das passende Familienzelt für lange Reisen zeigt dir unser Familienzelt-Kaufberater*.
