Der Gardasee ist das meistbesuchte Camping-Ziel in Europa – und das hat Gründe. Mildes Klima, klares Wasser, die Alpen als Kulisse. Wer gezielt 5-Sterne-Plätze wählt, bekommt dazu Infinity-Pool, Spa, Strand am eigenen Platz und Gastronomie, die sich nicht hinter einem mittleren Restaurant versteckt. Was du wissen solltest, bevor du buchst.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, die mit * gekennzeichnet sind. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten. Unsere Empfehlungen sind davon unabhängig: Wir empfehlen nur, was wir selbst für gut halten.
Das Wichtigste in Kürze
- Beste Reisezeit: Mai/Juni und September – warm, deutlich ruhiger als Juli/August
- 5-Sterne-Plätze am Gardasee kosten 60–120 €/Nacht für zwei Personen (Zelt/Wohnmobil)
- Nordseite (Riva del Garda, Malcesine) für Wind und Wassersport – Südseite (Sirmione, Desenzano) für ruhiges Wasser und Familienstrand
- Buchung in der Hochsaison: mindestens 3–4 Monate im Voraus, viele Top-Plätze sind schon im Februar ausgebucht
- Anreise aus München: ca. 280 km, 2,5–3 Stunden über den Brenner (Maut ca. 25 €)

Warum der Gardasee für Qualitätscamping attraktiv ist
Die 5-Sterne-Campingplätze am Gardasee unterscheiden sich grundlegend von Standard-Stellplätzen. Die besten Anlagen haben direkten Seezugang mit eigenem Sandstrand oder Badesteg, mehrere Pools (oft mit Seesicht), Wellness-Bereiche mit Sauna und Massagen, Restaurants mit regionalem Speisenangebot und Kinderbereiche, die tatsächlich durchdacht sind – kein abgenutzter Spielplatz, sondern strukturierte Animation und Kinderpools mit Rutsche.
Der Unterschied zur Konkurrenz in Frankreich oder Spanien: kurze Anreise für D-A-CH-Urlauber, konstant gutes Sommerwetter (April–Oktober), und der See selbst – 52 km lang, bis 346 m tief, und das Wasser im August bis 25 °C warm.
Die besten Regionen am Gardasee für Camping

Nordufer – Wind, Berge, Wassersport
Das nördliche Ufer rund um Riva del Garda und Malcesine ist schmaler, steiler und windiger als der Süden. Der regelmäßige Nordwind (Pelér morgens, Ora nachmittags) macht diese Region zum besten Windsurfgebiet in den Alpen.
Für wen: Paare, die Wassersport und alpine Kulisse wollen. Keine breiten Sandstrände – eher Kieselstrände oder Stege.
Nicht für wen: Familien mit kleinen Kindern, die ruhiges Flachstrand-Wasser suchen.
Campingpreise: 70–110 €/Nacht für zwei Personen auf einem 5-Sterne-Platz.
Westufer – Gardasee-Klassik
Limone sul Garda und Toscolano-Maderno bieten das typische Gardasee-Panorama: Zitronengärten, Olivenhaine, kleine Hafenorte. Das Westufer ist etwas ruhiger als die Südseite und weniger überlaufen als Riva.
Highlight: Limone liegt auf einer schmalen Halbinsel zwischen Felsen und See – malerisch, aber mit Einschränkungen für große Wohnmobile (enge Straßen!).
Für wen: Paare und Familien mit älteren Kindern, die Authentizität über Infrastruktur stellen.
Ostufer – Wasserqualität und Klarheit
Garda, Bardolino und Lazise auf dem Ostufer haben flachere Zugänge zum See und eignen sich gut für Familien. Die Wasserqualität auf dieser Seite ist konstant sehr gut, das Ufer breiter als im Norden.
Mehrere der besten 5-Sterne-Plätze liegen hier – darunter der Camping Bella Italia in Peschiera del Garda: einer der größten und bekanntesten in Europa.
Für wen: Familien mit Kindern aller Altersgruppen, wer klassisches Badecamp sucht.
Südseite – Sirmione und Familieninfrastruktur
Sirmione mit seiner Halbinsel ist der touristischste Punkt am See, aber für einen Tagesausflug von einem anderen Campingplatz aus gut erreichbar. Desenzano del Garda im Südwesten hat gute Einkaufsmöglichkeiten und Bahnanbindung (für Anreise ohne Auto).
Für wen: Einsteiger-Camper, wer öffentliche Verkehrsmittel nutzen will, Familien mit Teenagern (Abendleben).
Drei empfehlenswerte 5-Sterne-Plätze
Camping Bella Italia, Peschiera del Garda
Einer der bekanntesten Plätze am Gardasee – über 1.500 Stellplätze, direkter Seezugang, mehrere Pools. Die Infrastruktur ist auf große Gruppen und Familien ausgelegt: eigener Supermarkt, mehrere Restaurants, Tennisplätze, Animationsprogramm für Kinder täglich.
Stärken: Sehr gute Ausstattung, langer Kiesstrand, hervorragendes WLAN auf dem gesamten Platz. Schwäche: Bei 1.500+ Stellplätzen ist es im Juli/August entsprechend voll. Wer Ruhe sucht, sollte Mai oder September wählen. Preis: ca. 70–120 €/Nacht für zwei Personen, Stellplatz mit Strom.
Camping Lido, Riva del Garda
Zentrale Lage direkt am Hafen von Riva, Fußweg zur Altstadt. Windsurf- und Kiteschule direkt auf dem Platz, Wasserski-Möglichkeit. Kleinerer Platz als Bella Italia – ruhiger, persönlicher.
Stärken: Lage, Wassersport-Infrastruktur, direkter Seezugang. Schwäche: Kein Sandstrand – Kiesel und Stege. Nicht ideal für kleine Kinder. Preis: ca. 65–100 €/Nacht für zwei Personen.
Camping La Rocca, Bardolino
Hoch über dem See auf einer Klippe mit spektakulärem Panoramablick. Pool mit Seesicht, ruhige Atmosphäre, weniger Massentourismus als die großen Plätze. Zufahrt über kurvenreiche Straße – kein Problem für PKW, aber für große Wohnmobile einschränkend (max. 8 m empfohlen).
Stärken: Aussicht, ruhige Lage, gute Gastronomie. Schwäche: Kein direkter Seezugang – zum Baden musst du ca. 10 Minuten zum See fahren oder gehen. Preis: ca. 60–90 €/Nacht für zwei Personen.
Praktische Tipps für deinen Gardasee-Trip
Buchung
5-Sterne-Plätze am Gardasee buchst du nicht spontan. Für Juli/August sind die besten Stellplätze mit Seeblick oder direktem Strandanschluss bereits im Februar oder März weg. Die meisten Plätze haben eigene Online-Buchungssysteme.
Tipp: Wer Flexibilität schätzt, wählt Mai oder September – dann sind noch kurzfristige Buchungen möglich und die Preise sind 30–40 % niedriger als im Hochsommer.
Anreise
Von München: A95 → Innsbruck → Brenner → Bozen → Gardasee. Ca. 280–320 km je nach Zielort. Mit Maut (Österreich, Italien) ca. 30–35 €. Wohnmobil: Vignette Österreich beachten.
Von Wien: Ca. 550 km, 5–6 Stunden via Innsbruck oder Villach.
Von Zürich: Ca. 280 km über den Gotthardtunnel oder Splügenpass, ca. 3 Stunden.
Wohnmobil vs. Zelt
Auf 5-Sterne-Plätzen ist beides möglich. Zeltcamper zahlen oft etwas weniger (kein Fahrzeugzuschlag), profitieren aber von denselben Einrichtungen. Für Wohnmobile über 8 m: Nordufer-Plätze vorab auf Zufahrtsbreite prüfen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für Gardasee-Camping? Mai, Juni und September – Temperaturen 22–28 °C, Wasser 20–24 °C, deutlich weniger Betrieb. Juli/August ist heißer (30–35 °C) und voller, aber die Infrastruktur ist vollständig in Betrieb.
Kann ich am Gardasee wild campen? Nein – in Italien und besonders am Gardasee ist Wildcampen nicht erlaubt. Ordnungsgelder werden tatsächlich verhängt. Nur auf zugelassenen Campingplätzen übernachten.
Wie früh muss ich für Juli/August buchen? Mindestens 3–4 Monate im Voraus für gute 5-Sterne-Stellplätze. Viele Plätze öffnen ihre Buchungsfenster für das Folgejahr bereits im Herbst.
Fazit: Für wen lohnen sich die 5-Sterne-Plätze?
Für Paare und Familien, die mehr als einen Standardstellplatz wollen und bereit sind, 70–120 € pro Nacht zu investieren: ja, die 5-Sterne-Plätze am Gardasee sind ihr Geld wert. Pool, Strand, Gastronomie, Lage – das ist Camping mit Hotel-Infrastruktur.
Für günstigere Alternativen: 3- und 4-Sterne-Plätze am Ostufer kosten 30–55 €/Nacht und bieten oft direkten Seezugang ohne die Menschenmasse der großen Resorts.
Das passende Zelt für einen Gardasee-Aufenthalt braucht gute Belüftung – im August sind Nachtemperaturen von 22–25 °C keine Seltenheit. Empfehlungen findest du in unserem Familienzelt-Kaufberater*.
