Welcher Unterkunftstyp passt zu dir? Camping-Guide 2026 für Einsteiger
Du träumst vom ersten Campingurlaub, aber die Auswahl an Unterkunftstypen überfordert dich? Zelt, Wohnmobil, Mobilheim, Van oder doch Glamping – jede Option hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Dieser Guide stellt dir 12 verschiedene Unterkunftstypen beim Camping vor und hilft dir herauszufinden, welcher am besten zu deinem Budget, deinen Komfort-Ansprüchen und deinem Camping-Stil passt. Von spartanisch bis luxuriös – hier findest du die perfekte Übernachtungsmöglichkeit für dein Abenteuer.
Die 12 Unterkunftstypen beim Camping im Überblick
Camping ist längst nicht mehr nur Zelt und Schlafsack. Heute kannst du zwischen klassischen Fahrzeugen, komfortablen Mietunterkünften, luxuriösem Glamping und modernen Trend-Optionen wählen. In diesem Guide teilen wir die 12 beliebtesten Unterkunftstypen in vier Kategorien ein:
Klassische Camping-Fahrzeuge bieten dir maximale Flexibilität. Mit Zelt, Van, Wohnwagen, Wohnmobil oder Dachzelt bist du mobil und kannst spontan entscheiden, wo du übernachtest. Perfekt für Roadtrips und Abenteurer.
Mietunterkünfte auf Campingplätzen wie Mobilheime und Bungalows kombinieren Camping-Atmosphäre mit Hotel-Komfort. Du brauchst kein eigenes Equipment und genießt trotzdem das Leben auf dem Campingplatz mit Pool, Animation und Gemeinschaft.
Glamping-Optionen verbinden Natur-Erlebnis mit Luxus. Safarizelte, Baumhäuser und Pods bieten dir außergewöhnliche Übernachtungen ohne Verzicht auf Bequemlichkeit.
Moderne Trends wie Tiny Houses und Bubble-Zelte zeigen, wie innovativ Camping sein kann. Nachhaltig, stylish und Instagram-tauglich – diese Optionen liegen voll im Trend.
Jetzt schauen wir uns jeden Typ im Detail an, damit du die perfekte Wahl für deinen ersten Campingurlaub triffst.
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Klassische Camping-Fahrzeuge: Flexibilität auf Rädern
Wenn du Freiheit liebst und spontan sein willst, sind Camping-Fahrzeuge deine erste Wahl. Ob minimalistisch mit dem Zelt oder komfortabel im Wohnmobil – diese Optionen geben dir die Kontrolle über deine Route und dein Tempo. Du bist nicht an einen Campingplatz gebunden und kannst jeden Tag neu entscheiden, wo dein nächstes Abenteuer beginnt.
1. Zelt – Der Camping-Klassiker für Puristen
Das Zelt ist die ursprünglichste Form des Campings und immer noch eine der beliebtesten. Ob Kuppelzelt für Solo-Trips, Tunnelzelt für Paare oder geräumiges Familienzelt – die Auswahl ist riesig. Du packst dein Zelt ins Auto, fährst zum Campingplatz (oder an erlaubte Naturcamps) und baust in wenigen Minuten dein mobiles Zuhause auf.

Für wen ist das Zelt geeignet?
Das Zelt passt zu dir, wenn du Natur pur erleben willst und bereit bist, auf Komfort zu verzichten. Es ist ideal für Solo-Reisende, Paare und Familien mit abenteuerlustigen Kindern. Budget-bewusste Camper lieben das Zelt, weil die Anschaffungskosten minimal sind und auch die Campingplatzgebühren günstig bleiben. Wenn du morgens vom Vogelgezwitscher geweckt werden und abends unter den Sternen einschlafen willst, ist das Zelt unschlagbar.
Vorteile:
- Günstigste Option mit Anschaffungskosten ab 50 Euro für ein solides Einsteigerzelt
- Maximale Flexibilität durch kompakte Größe und geringes Gewicht
- Authentisches Natur-Erlebnis mit direktem Kontakt zur Umgebung
- Moderne Zelte bauen sich in 5-15 Minuten auf, manche sogar in Sekunden
- Passt in jeden PKW-Kofferraum, sogar auf Motorräder
Nachteile:
- Komfort ist begrenzt – du schläfst auf Isomatte oder Luftmatratze
- Wetterabhängig: Regen, Wind und Kälte spürst du direkt
- Keine sanitären Einrichtungen im Zelt, du nutzt Campingplatz-Sanitär
- Begrenzter Stauraum, besonders bei kleinen Zelten
- Bei schlechtem Wetter kann der Aufenthalt im Zelt eng werden
Quick-Facts:
- 💰 Budget: € (Zelt ab 50€, Campingplatz 15-30€/Nacht)
- 👥 Personen: 1-6 (je nach Zeltgröße)
- ⭐ Komfort: ⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐⭐⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Starte mit einem einfachen Kuppelzelt für 2-3 Personen. Diese Zelte sind leicht aufzubauen, stabil und kosten zwischen 80 und 150 Euro. Teste den Aufbau unbedingt vor deiner Reise im Garten oder Park – so vermeidest du Stress auf dem Campingplatz und weißt genau, welche Teile wohin gehören. Achte auf wasserdichte Materialien (mindestens 3.000 mm Wassersäule) und gute Belüftung gegen Kondenswasser.
2. Van – Kompakt, cool und flexibel
Der Van, auch Campervan oder Campingbus genannt, ist der perfekte Kompromiss zwischen Zelt und Wohnmobil. In einem umgebauten Kastenwagen wie dem VW T6, Mercedes Sprinter oder Ford Transit findest du Schlafplatz, Kochgelegenheit und manchmal sogar eine kleine Nasszelle auf kompaktem Raum. Das Besondere: Du kannst den Van auch im Alltag nutzen und bist auf normalen Parkplätzen nicht größer als ein gewöhnlicher Transporter.

Für wen ist der Van geeignet?
Der Van passt zu dir, wenn du das Vanlife-Feeling erleben willst ohne gleich ein riesiges Wohnmobil zu fahren. Paare und Solo-Reisende schätzen die wendige Größe besonders bei Roadtrips durch enge Bergstraßen oder beim Stadtcamping. Wenn du gerne spontan bist, tagsüber Städte erkundest und abends einfach irgendwo schlafen willst, ist der Van dein idealer Begleiter. Auch für Surfer, Kletterer und Outdoor-Sportler ist er beliebt – Equipment passt rein und du parkst direkt am Spot.
Vorteile:
- Kompakte Größe bedeutet normale Parkplätze sind kein Problem
- Alltagstauglich als normales Fahrzeug nutzbar, nicht nur im Urlaub
- Moderate Kosten im Vergleich zum Wohnmobil, sowohl Miete als auch Kauf
- Flexibler als ein Wohnmobil, besonders in Städten und auf engen Straßen
- Cooles Vanlife-Feeling, das du auf Social Media teilen kannst
Nachteile:
- Begrenzter Platz für mehr als zwei bis drei Personen
- Meist kein eingebautes Badezimmer, du nutzt Campingplatz-Sanitär
- Stehhöhe oft nicht vorhanden, du musst gebückt gehen oder sitzen
- Anschaffung ist teuer oder du musst mieten
- Weniger Komfort als im Wohnmobil, vor allem bei Schlechtwetter
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€ (Miete 80-150€/Tag, Kauf ab 25.000€)
- 👥 Personen: 1-3
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja (nach kurzer Eingewöhnung)
Tipp für Einsteiger:
Miete für deinen ersten Van-Trip! So testest du, ob das Leben auf vier Quadratmetern wirklich zu dir passt, ohne direkt 30.000 Euro oder mehr zu investieren. Viele Vermieter bieten Einsteiger-Pakete mit Campingausrüstung an. Achte darauf, dass der Van eine Standheizung hat – die macht den Unterschied zwischen frösteln und gemütlich, besonders in kühleren Nächten. Beliebte Miet-Plattformen sind PaulCamper, Yescapa oder roadsurfer.
3. Wohnwagen – Komfort zum Abstellen
Der Wohnwagen ist ein Anhänger mit vollwertiger Wohneinrichtung, den du mit deinem PKW ziehst. Auf dem Campingplatz angekommen, stellst du ihn ab, klappst das Vorzelt aus und nutzt dein Auto frei für Ausflüge. Moderne Wohnwagen bieten alles, was du zum Leben brauchst: Küche, Bad, Schlafbereiche und gemütliche Sitzecken.

Für wen ist der Wohnwagen geeignet?
Der Wohnwagen ist perfekt für Familien mit vier bis sechs Personen, die länger an einem Ort bleiben wollen. Wenn du bereits ein Auto mit Anhängerkupplung besitzt und gerne jedes Jahr den gleichen Lieblingscampingplatz besuchst, ist der Wohnwagen eine Überlegung wert. Komfort-Fans schätzen, dass Wohnwagen bei gleicher Länge mehr Wohnraum bieten als Wohnmobile, weil kein Motorraum Platz wegnimmt. Auch für Dauercamper, die eine feste Parzelle auf einem Campingplatz haben, ist der Wohnwagen ideal.
Vorteile:
- Viel Wohnraum im Vergleich zum Wohnmobil bei gleicher Außenlänge
- Zugfahrzeug steht frei für Ausflüge, Einkäufe und Besichtigungen
- Günstiger in der Anschaffung als ein vergleichbares Wohnmobil
- Eigenes Bad und Küche mit oft mehr Platz als im Wohnmobil
- Gemütlicher für längere Aufenthalte an einem Ort
Nachteile:
- Rangieren und Rückwärtsfahren erfordert Übung und Geduld
- Nicht spontan einsetzbar wegen zeitaufwendigem Auf- und Abbau
- Zugfahrzeug und passender Führerschein nötig (BE-Führerschein ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht)
- Weniger flexibel als Wohnmobil für häufige Standortwechsel
- Fahren mit Anhänger bedeutet höheren Spritverbrauch
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€ (Miete 60-120€/Tag, Kauf ab 15.000€)
- 👥 Personen: 2-6
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Mit Vorbereitung (Rangier-Training!)
Tipp für Einsteiger:
Übe das Rückwärtsfahren mit Anhänger auf einem leeren Parkplatz, bevor du zum Campingplatz fährst. Das spart Nerven und verhindert peinliche Situationen an der Schranke. Viele Automobilclubs bieten spezielle Wohnwagen-Fahrkurse an. Außerdem: Checke vor dem Kauf oder der Miete unbedingt, ob dein Auto die zulässige Anhängelast hat. Ein vollbeladener Wohnwagen wiegt schnell 1.000 bis 1.500 Kilogramm. Für den ersten Urlaub: Wähle einen Campingplatz mit großzügigen Stellplätzen – das erleichtert das Einparken enorm.
4. Wohnmobil – Die All-in-One-Lösung
Das Wohnmobil ist ein fahrbares Haus mit eingebautem Motor. Du findest hier alles integriert: Schlafbereich, Wohnraum, Küche und Bad. Es gibt verschiedene Bauformen: Alkoven-Wohnmobile mit Schlafbereich über der Fahrerkabine, teilintegrierte Modelle mit separater Fahrerkabine und vollintegrierte Luxus-Liner, bei denen Fahrerkabine und Wohnbereich eine Einheit bilden.

Für wen ist das Wohnmobil geeignet?
Das Wohnmobil passt zu dir, wenn du Komfort liebst und viel unterwegs sein willst. Familien, Paare und Gruppen schätzen die Unabhängigkeit: Du kannst jeden Abend woanders übernachten, bist nicht auf Öffnungszeiten von Campingplätzen angewiesen und hast dein Zuhause immer dabei. Roadtrip-Fans mit Anspruch an Komfort finden hier ihre perfekte Lösung. Auch für Ganzjahres-Camper ist das Wohnmobil ideal, denn moderne Modelle haben Heizung, Isolierung und Frostwasser-Schutz.
Vorteile:
- Maximum an Komfort mit eigenem Bad, Küche, Heizung und oft sogar Klimaanlage
- Kein separates Zugfahrzeug nötig, alles in einem Fahrzeug
- Spontane Übernachtungen möglich, auch ohne Campingplatz-Reservierung
- Geeignet für alle Jahreszeiten durch gute Isolierung
- Viel Stauraum für Gepäck, Sportausrüstung und Vorräte
Nachteile:
- Hohe Kosten bei Miete (100-250 Euro pro Tag) und Kauf (ab 40.000 Euro)
- Große Fahrzeuge bedeuten Parkplatz-Probleme in Städten und Dörfern
- Hoher Spritverbrauch, oft 10-15 Liter auf 100 Kilometer
- Keine Flexibilität vor Ort, weil dein Zuhause „blockiert“ ist
- Führerschein-Beschränkungen: Modelle über 3,5 Tonnen erfordern C1-Führerschein
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€ (Miete 120-250€/Tag, Kauf ab 40.000€)
- 👥 Personen: 2-6
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja (kompakte Modelle unter 6 Meter)
Tipp für Einsteiger:
Wähle für deinen ersten Trip ein kompaktes Modell unter sechs Metern Länge und unter 3,5 Tonnen Gewicht. Solche Wohnmobile fahren sich fast wie ein großer Van und du brauchst keinen Sonder-Führerschein. Beliebte Einsteiger-Modelle sind teilintegrierte Wohnmobile mit zwei bis vier Schlafplätzen. Buche bei der Miete unbedingt eine ausführliche Einweisung – die Technik (Frischwasser, Abwasser, Gas, Strom) ist anfangs komplex. Apps wie Park4Night helfen dir, geeignete Stellplätze zu finden.
5. Dachzelt – Camping auf dem Autodach
Das Dachzelt ist ein Zelt, das dauerhaft auf dem Autodach montiert ist und in wenigen Minuten aufgeklappt wird. Du schläfst auf einer bequemen Matratze über deinem Fahrzeug, geschützt vor Bodenfeuchtigkeit, Tieren und Ungeziefer. Es gibt Hartschalen-Dachzelte, die wie eine flache Box auf dem Dach sitzen, und Klappdachzelte, die sich nach oben öffnen.

Für wen ist das Dachzelt geeignet?
Das Dachzelt passt zu dir, wenn du einen SUV, Kombi oder Geländewagen besitzt und spontan campen willst ohne viel Gepäck. Paare und Solo-Reisende lieben die schnelle Auf- und Abbauzeit. Besonders bei Abenteurer, Surfern und Outdoor-Fans ist das Dachzelt beliebt: Du parkst am Strand, klappst das Zelt auf und genießt den Sonnenuntergang. Auch in Regionen mit Wildtieren (Afrika, Skandinavien) bietet das Dachzelt mehr Sicherheit als ein Bodenzelt.
Vorteile:
- Superschneller Aufbau in nur zwei bis fünf Minuten
- Bequeme Matratze statt Isomatte, deutlich besserer Schlafkomfort
- Sicher vor Tieren, Insekten und Bodenfeuchtigkeit
- Kein Extra-Fahrzeug nötig, du nutzt dein eigenes Auto
- Trendig und Instagram-tauglich, echter Hingucker
Nachteile:
- Hohe Anschaffungskosten zwischen 1.500 und 3.500 Euro
- Nicht für jedes Auto geeignet, Dachlast muss stimmen
- Begrenzte Personenzahl, meist nur zwei bis drei Personen
- Kein Aufenthaltsraum bei schlechtem Wetter
- Höherer Spritverbrauch durch zusätzliches Dach-Gewicht und Windwiderstand
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€ (Anschaffung 1.500-3.500€, dann nur Campingplatz 15-30€/Nacht)
- 👥 Personen: 2-3
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Prüfe die Dachlast deines Autos vor dem Kauf eines Dachzelts! Die meisten PKW haben eine dynamische Dachlast von 50-75 Kilogramm (während der Fahrt) und eine statische Dachlast von 200-400 Kilogramm (im Stand). Ein Dachzelt wiegt 50-80 Kilogramm plus das Gewicht der Personen. Im Stand ist das kein Problem, aber für die Fahrt brauchst du passendes Equipment. Beginne mit einem Hartschalen-Dachzelt – die sind aerodynamischer und leichter aufzubauen als Klappdachzelte. Marken wie iKamper, Thule oder Maggiolina bieten solide Einsteigermodelle.
Mietunterkünfte auf Campingplätzen: Komfort ohne eigenes Equipment
Du willst die Campingplatz-Atmosphäre genießen, aber ohne eigenes Equipment und ohne Aufbau-Stress? Dann sind Mietunterkünfte deine Lösung. Diese fest installierten Unterkünfte bieten dir den Komfort einer Ferienwohnung kombiniert mit allen Vorteilen eines Campingplatzes: Pool, Animation, Spielplätze und die lockere Camping-Community. Perfekt für Einsteiger, die erstmal reinschnuppern wollen.
6. Mobilheim – Der Bungalow auf dem Campingplatz
Das Mobilheim ist eine fest installierte Mini-Wohnung auf dem Campingplatz. Von außen sieht es aus wie ein länglicher Container oder Bungalow, innen findest du eine komplette Ausstattung: voll eingerichtete Küche, Bad mit Dusche und WC, separate Schlafzimmer und eine Terrasse mit Gartenmöbeln. Moderne Mobilheime sind oft klimatisiert und haben WLAN.

Für wen ist das Mobilheim geeignet?
Das Mobilheim ist die perfekte Wahl für Camping-Einsteiger, die sich noch nicht sicher sind, ob Camping überhaupt etwas für sie ist. Familien mit Kindern schätzen den Platz und Komfort: Die Kinder können draußen auf dem Campingplatz spielen, während die Eltern in Ruhe kochen oder sich entspannen. Auch Komfort-Liebhaber ohne eigenes Equipment finden hier ihre ideale Lösung. Du genießt die Campingplatz-Atmosphäre mit Pool, Abendunterhaltung und neuen Bekanntschaften, schläfst aber in einem richtigen Bett.
Vorteile:
- Maximaler Komfort wie in einer Ferienwohnung
- Absolut kein Equipment nötig, alles ist vorhanden vom Geschirr bis zur Bettwäsche
- Platz für vier bis sechs Personen mit getrennten Schlafzimmern
- Eigenes Bad und voll ausgestattete Küche
- Terrasse mit Gartenmöbeln für gemütliche Abende
- Perfekt für Einsteiger ohne Camping-Erfahrung
Nachteile:
- Nicht mobil, du bist an diesen Campingplatz gebunden
- Höhere Kosten als Zelt-Camping, ähnlich wie Ferienwohnung
- Weniger authentisches Natur-Feeling als im Zelt
- Buchung oft Wochen oder Monate im Voraus nötig
- Keine spontanen Standortwechsel möglich
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€ (60-150€/Nacht je nach Saison und Ausstattung)
- 👥 Personen: 4-6
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Perfekt! ⭐⭐⭐
Tipp für Einsteiger:
Das Mobilheim ist ideal für deinen allerersten Camping-Trip! Du genießt die Campingplatz-Atmosphäre ohne auf Komfort zu verzichten und kannst in Ruhe herausfinden, ob Camping zu dir passt. Buche in der Nebensaison (Mai, Juni oder September) – die Preise sind 30-50 Prozent günstiger als im Juli und August. Achte bei der Buchung auf die Ausstattung: Manche Mobilheime haben Klimaanlage und Geschirrspüler, andere sind basic. Beliebte Anbieter sind Vacanceselect, Eurocamp oder direkt über Campingplatz-Websites.
7. Bungalow / Chalet – Fester Bau mit Campingflair
Bungalows und Chalets sind feste Holz- oder Steinbauten auf Campingplätzen, oft luxuriöser ausgestattet als Mobilheime. Sie ähneln kleinen Ferienhäusern und bieten manchmal Premium-Ausstattung wie Sauna, Kamin oder hochwertige Küchen. Die Größe variiert von kompakten 30-Quadratmeter-Einheiten bis zu geräumigen 80-Quadratmeter-Chalets.

Für wen ist der Bungalow geeignet?
Der Bungalow passt zu dir, wenn du Komfort an erster Stelle stellst und trotzdem die Vorteile eines Campingplatzes nutzen willst. Familien und Gruppen schätzen den Platz und die oft gehobene Ausstattung. Langzeit-Camper, die zwei Wochen oder länger bleiben, finden hier ein gemütliches zweites Zuhause. Auch Camping-Skeptiker, die eigentlich lieber ein Ferienhaus buchen würden, überzeugt der Bungalow: Du hast Privatsphäre und Luxus, aber auch Pool, Animation und Campingplatz-Community vor der Tür.
Vorteile:
- Sehr hoher Komfort, oft mit Premium-Ausstattung
- Manchmal mit besonderen Features wie Sauna, Kamin oder Whirlpool
- Ganzjährig nutzbar durch solide Bauweise und gute Isolierung
- Geräumig mit oft mehr als 50 Quadratmetern
- Hohe Privatsphäre durch feste Wände
Nachteile:
- Teuer, Preise ähnlich wie Ferienhäuser (100-300 Euro pro Nacht)
- Wenig authentisches Camping-Feeling, eher wie Ferienhaus-Urlaub
- Meist langfristige Buchung nötig, besonders in der Hauptsaison
- Nicht überall verfügbar, vor allem auf Premium-Campingplätzen
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€ (100-300€/Nacht)
- 👥 Personen: 4-8
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Perfekt für Camping-Skeptiker in der Familie! Wenn dein Partner nicht so begeistert vom Camping ist, überzeugt der Bungalow oft beide Seiten. Du genießt Luxus-Komfort wie im Ferienhaus, hast aber trotzdem Zugang zu den Campingplatz-Angeboten: Pool, Kinderanimation, Sportplätze und oft auch Restaurant. Besonders in den Alpen, am Gardasee oder in Kroatien findest du Premium-Bungalows mit spektakulärer Aussicht. Check die Bewertungen vorher genau – die Qualität variiert stark zwischen Campingplätzen.
Glamping: Luxus-Camping für besondere Erlebnisse
Glamping – eine Mischung aus „Glamour“ und „Camping“ – verbindet das Beste aus beiden Welten. Du übernachtest mitten in der Natur, aber schläfst in einem echten Bett, hast oft eine Küche und manchmal sogar ein eigenes Bad. Glamping-Unterkünfte sind oft außergewöhnlich gestaltet und bieten ein einzigartiges Erlebnis. Perfekt für besondere Anlässe oder wenn du Camping ohne Verzicht auf Komfort erleben willst.
8. Safarizelt / Lodgezelt – Abenteuer-Feeling mit Komfort
Safarizelte und Lodgezelte sind große, fest aufgebaute Zelte mit Holzboden, richtigen Betten und oft einer kleinen Küchenzeile. Inspiriert von afrikanischen Safari-Camps bieten sie echtes Zelt-Feeling, aber ohne auf Komfort zu verzichten. Die Zelte sind meist geräumig genug für eine Familie und haben oft eine überdachte Veranda mit Sitzmöbeln.

Für wen ist das Safarizelt geeignet?
Das Safarizelt passt zu dir, wenn du Natur-Erlebnis und Komfort kombinieren willst. Paare lieben die romantische Atmosphäre, Familien schätzen den Platz und die Gemütlichkeit. Wenn du gerne fotografierst und Instagram-würdige Momente suchst, ist das Safarizelt perfekt. Auch für Menschen, die noch nie gecampt haben, ist es ideal: Du erlebst Zelt-Atmosphäre mit Leinwänden und Geräuschen der Natur, schläfst aber in einem richtigen Bett.
Vorteile:
- Echtes Natur-Feeling durch Zeltatmosphäre, du hörst Regen und Vögel
- Komfort mit echten Betten, Möbeln und oft Küchenausstattung
- Kein Aufbau nötig, alles ist schlüsselfertig vorbereitet
- Einzigartiges Erlebnis, das sich von Standard-Camping abhebt
- Meist auf schönen Locations mit Weitblick
Nacht eile:
- Teurer als normales Zelt-Camping, Preise wie Ferienwohnung
- Nicht überall verfügbar, vor allem auf speziellen Glamping-Plätzen
- Oft keine Heizung, daher hauptsächlich Sommersaison
- Buchung meist im Voraus nötig, wenig Spontanität
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€ (80-200€/Nacht)
- 👥 Personen: 2-5
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Das Safarizelt ist ein perfekter Kompromiss für Paare, bei denen eine Person campen will und die andere skeptisch ist. Die Zelt-Atmosphäre ist authentisch genug für Camping-Fans, aber der Komfort überzeugt auch Nicht-Camper. Ideal für romantische Wochenenden oder den ersten Camping-Urlaub mit Kindern. Besonders schön: Safarizelte in Weinregionen (Toskana, Provence) oder am Meer. Plattformen wie Glampings.de oder Glamping.info zeigen dir, wo du diese Unterkünfte findest.
9. Baumhaus – Kindheitstraum wird wahr
Ein Baumhaus ist eine Unterkunft, die auf Stelzen oder zwischen Bäumen gebaut ist. Meist aus Holz gefertigt, fügt es sich natürlich in die Umgebung ein. Du erreichst es über Leitern, Treppen oder manchmal sogar Hängebrücken. Die Ausstattung reicht von rustikal mit Kompost-Toilette bis luxuriös mit eigenem Bad und Heizung.

Für wen ist das Baumhaus geeignet?
Das Baumhaus ist perfekt für Paare, die ein romantisches und außergewöhnliches Wochenende suchen. Die erhöhte Position und Abgeschiedenheit schaffen eine intime Atmosphäre. Auch Familien mit Kindern lieben Baumhäuser – für Kinder ist es ein Abenteuer, das sie nie vergessen werden. Natur-Fans schätzen die Nähe zu Bäumen und Vögeln. Wenn du Ruhe und Abgeschiedenheit suchst, ist das Baumhaus ideal: Die meisten stehen etwas abseits und bieten maximale Privatsphäre.
Vorteile:
- Absolut einzigartiges Erlebnis, das du so schnell nicht vergisst
- Maximale Natur-Nähe, du bist Teil des Waldes
- Ruhig und abgeschieden, perfekt zum Abschalten
- Instagram-Gold, unglaubliche Foto-Motive
- Oft hochwertig und liebevoll ausgestattet
Nachteile:
- Teuer, oft 120-300 Euro pro Nacht
- Begrenzt verfügbar, vor allem in Deutschland
- Nicht barrierefrei, du musst Leitern oder Treppen steigen können
- Oft keine Heizung, hauptsächlich Sommersaison
- Wetterabhängig, bei Sturm kann es ungemütlich werden
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€ (120-300€/Nacht)
- 👥 Personen: 2-4
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja (aber Höhenangst beachten!)
Tipp für Einsteiger:
Prüfe vor der Buchung genau die Ausstattung: Manche Baumhäuser haben Kompost-Toiletten und Außendusche, andere bieten volles Bad mit fließend Wasser. Kläre auch, wie du dein Gepäck nach oben bekommst – bei steilen Leitern kann das zur Herausforderung werden. Für den ersten Versuch: Wähle ein Baumhaus mit normalem WC und nicht zu hoher Lage. Regionen wie der Schwarzwald, Bayern oder der Harz haben tolle Baumhaus-Angebote. Perfekt für Hochzeitsreisen oder Jubiläen!
10. Pods / Schlaffässer – Kompakt & gemütlich
Pods und Schlaffässer sind kleine, oft runde oder ovale Schlafkapseln, meist aus Holz gebaut. Sie sehen aus wie liegende Weinfässer oder futuristische Schlafkapseln. Innen findest du ein Bett, manchmal eine kleine Sitzecke und oft eine Heizung. Die Größe ist kompakt – perfekt für Minimalisten.

Für wen sind Pods geeignet?
Pods passen zu dir, wenn du alleine oder zu zweit reist und minimalistisch leben kannst. Sie sind ideal für Budget-Glamping: günstiger als Baumhaus oder Safarizelt, aber deutlich komfortabler als ein Zelt. Besonders bei schlechtem Wetter sind Pods praktisch, weil die meisten beheizt sind. Auch für spontane Wochenend-Trips sind sie perfekt – die Buchung ist meist kurzfristig möglich und die Preise moderat.
Vorteile:
- Günstiger als andere Glamping-Optionen
- Gemütlich und anders, echter Hingucker
- Meist mit Heizung ausgestattet, daher ganzjährig nutzbar
- Keine Luftmatratze, du schläfst in einem echten Bett
- Schnell und einfach buchbar, oft auch kurzfristig
Nachteile:
- Sehr begrenzter Platz, nur für Schlafen geeignet
- Oft kein eigenes Bad, du nutzt Gemeinschaftssanitär
- Nicht geeignet für mehr als zwei Personen
- Kann eng oder klaustrophobisch wirken bei längeren Aufenthalten
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€ (50-100€/Nacht)
- 👥 Personen: 1-2
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Pods sind perfekt für ein verlängertes Wochenende zu zweit! Sie kosten weniger als ein Hotel, sind aber cooler und individueller als eine Standard-Unterkunft. Besonders in Weinregionen, an Seen oder in den Bergen findest du schöne Pod-Angebote. Da der Platz begrenzt ist, packe leicht und konzentriere dich auf das Wesentliche. Die meisten Pods haben eine Steckdose für Handy-Ladung, aber keinen Platz für große Koffer. Perfekt für Wanderer, Radfahrer oder Motorrad-Touren!
Moderne Camping-Trends: Die neuen Stars
Camping entwickelt sich ständig weiter. Neue Unterkunftstypen verbinden Nachhaltigkeit, modernes Design und außergewöhnliche Erlebnisse. Diese Trend-Optionen sind besonders bei jüngeren Campern beliebt und oft Instagram-tauglich. Wenn du etwas Besonderes suchst und bereit bist, dafür etwas mehr zu zahlen, sind diese Unterkünfte genau richtig.
11. Tiny House – Minimalistisches Wohnen auf dem Campingplatz
Ein Tiny House ist ein Minihaus mit meist 15 bis 30 Quadratmetern Wohnfläche. Trotz der kompakten Größe findest du hier alles: voll ausgestattete Küche, Bad mit Dusche, Schlafbereich (oft als Hochbett) und einen Wohnbereich. Tiny Houses sind oft nachhaltig gebaut, mit Solarenergie betrieben und modern designt.

Für wen ist das Tiny House geeignet?
Das Tiny House passt zu dir, wenn du minimalistisches Wohnen ausprobieren willst und Wert auf Nachhaltigkeit legst. Paare und kleine Familien schätzen die durchdachte Raumnutzung auf kleinstem Raum. Design-Liebhaber freuen sich über die oft hochwertige, moderne Ausstattung. Wenn du neugierig bist, wie es sich anfühlt, auf 20 Quadratmetern zu leben, ist ein Camping-Urlaub im Tiny House der perfekte Test. Auch für Digital Nomads, die Remote arbeiten, sind Tiny Houses beliebt: oft mit WLAN und Arbeitsplatz ausgestattet.
Vorteile:
- Vollwertige Ausstattung mit Küche, Bad, Heizung auf kleinstem Raum
- Modernes, oft stylishes Design mit durchdachten Lösungen
- Nachhaltig gebaut, oft mit Solarenergie und Regenwasser-Nutzung
- Ganzjährig nutzbar durch gute Isolierung
- Mehr Wohnfläche als Mobilheim bei gleicher Grundfläche (durch Hochbetten etc.)
Nachteile:
- Teuer mit 150-300 Euro pro Nacht
- Noch nicht überall verfügbar, vor allem auf Trend-Campingplätzen
- Buchung oft Monate im Voraus nötig wegen hoher Nachfrage
- Weniger klassisches Camping-Feeling, eher Ferienhaus-Atmosphäre
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€ (150-300€/Nacht)
- 👥 Personen: 2-4
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja
Tipp für Einsteiger:
Das Tiny House ist ideal, wenn du Camping-Atmosphäre mit modernem Design kombinieren willst. Es ist der Trend 2026! Besonders in Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien findest du immer mehr Campingplätze mit Tiny Houses. Nutze es als Test: Wenn dir das Leben auf kleinem Raum gefällt, kannst du später vielleicht sogar ein eigenes Tiny House kaufen. Viele Menschen nutzen Camping-Tiny-Houses als Probelauf für dauerhaftes Tiny-House-Living. Beliebte Anbieter sind Landal GreenParks oder spezialisierte Tiny-House-Dörfer.
12. Bubble-Zelt / Jurte / Exotische Unterkünfte
Unter dieser Kategorie fassen wir außergewöhnliche Übernachtungserlebnisse zusammen: Bubble-Zelte sind transparente Kuppeln, in denen du unter dem Sternenhimmel schläfst. Jurten sind traditionelle mongolische Rundzelte mit festem Boden. Dazu kommen kreative Optionen wie umgebaute Flugzeuge, Leuchtturmzimmer oder schwimmende Häuser. Gemeinsam ist ihnen: Sie sind absolut einzigartig.
Für wen sind exotische Unterkünfte geeignet?
Diese Unterkünfte passen zu dir, wenn du ein unvergessliches Erlebnis suchst. Paare buchen sie gerne für romantische Wochenenden, Hochzeitsreisen oder Jubiläen. Das Bubble-Zelt mit Sternenblick ist besonders romantisch. Auch für Instagram-Fans und Erlebnis-Sammler sind sie perfekt: Du hast einzigartige Fotos und Geschichten zu erzählen. Wenn Geld keine Rolle spielt und du etwas wirklich Besonderes willst, sind exotische Unterkünfte die richtige Wahl.
Vorteile:
- Absolut einzigartig, das erlebt nicht jeder
- Sternenblick bei Bubble-Zelten ist unvergesslich romantisch
- Instagram-Highlight mit Wow-Faktor
- Unvergessliches Erlebnis, das du ewig in Erinnerung behältst
- Meist gute bis sehr gute Ausstattung
Nachteile:
- Sehr teuer mit 200-500 Euro pro Nacht oder mehr
- Extrem selten verfügbar, oft nur wenige Standorte
- Oft keine Privatsphäre, besonders bei transparenten Bubble-Zelten
- Nicht ganzjährig verfügbar, meist nur Sommersaison
- Wetterabhängig, bei Regen oder Wolken verlieren Bubble-Zelte ihren Reiz
Quick-Facts:
- 💰 Budget: €€€+ (200-500€/Nacht)
- 👥 Personen: 2 (meist)
- ⭐ Komfort: ⭐⭐⭐⭐
- 🔄 Flexibilität: ⭐
- ✅ Anfänger-geeignet: Ja (für besondere Anlässe)
Tipp für Einsteiger:
Diese Unterkünfte sind perfekt für Hochzeitsreisen, runde Geburtstage oder besondere Jubiläen – nicht für den Standard-Campingurlaub. Buche Bubble-Zelte nur bei garantiert klarem Wetter (Sommer in südlichen Regionen) – sonst ist die Hauptattraktion, der Sternenblick, dahin. Bei Jurten achte auf die Ausstattung: Traditionelle Jurten haben oft nur Basis-Komfort, moderne Glamping-Jurten bieten Luxus. Beliebte Locations: Frankreich (Provence), Italien (Toskana), Slowenien. Frühzeitig buchen – mindestens 3-6 Monate vorher!
Vergleichstabellen: Finde deinen perfekten Unterkunftstyp
Du hast jetzt 12 verschiedene Unterkunftstypen kennengelernt. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Kriterien in übersichtlichen Tabellen zusammengefasst. So siehst du auf einen Blick, welcher Typ zu deinem Budget, deiner Gruppengröße und deinen Prioritäten passt.
Vergleich nach Budget
Camping muss nicht teuer sein – du kannst bereits ab 15 Euro pro Nacht loslegen. Hier siehst du, was dich die verschiedenen Unterkunftstypen ungefähr kosten. Die Preise sind Richtwerte und können je nach Saison, Land und Ausstattung variieren.
| Unterkunftstyp | Kosten pro Nacht* | Budget-Kategorie |
|---|---|---|
| Zelt | 15-30€ | € |
| Dachzelt | 15-30€ | € |
| Pods / Schlaffässer | 50-100€ | €€ |
| Van (Miete) | 80-150€ | €€ |
| Wohnwagen (Miete) | 60-120€ | €€ |
| Mobilheim | 60-150€ | €€ |
| Safarizelt | 80-200€ | €€€ |
| Bungalow/Chalet | 100-300€ | €€€ |
| Wohnmobil (Miete) | 120-250€ | €€€ |
| Baumhaus | 120-300€ | €€€ |
| Tiny House | 150-300€ | €€€ |
| Bubble-Zelt | 200-500€ | €€€+ |
*Richtwerte inklusive Campingplatzgebühr. Bei eigenen Fahrzeugen (Van, Wohnmobil) kommen noch Anschaffungs- oder Mietkosten hinzu.
Was bedeutet das für dich?
Wenn du mit kleinem Budget startest, sind Zelt oder Dachzelt unschlagbar günstig. Für 20-30 Euro pro Nacht kannst du bereits campen. Die Mittelklasse mit Mobilheim, Van oder Wohnwagen liegt bei 60-150 Euro – das ist vergleichbar mit günstigen Hotels. Luxus-Glamping startet bei 150 Euro und kann bis zu 500 Euro kosten. Vergiss nicht: In der Nebensaison (Mai, Juni, September) sparst du oft 30-50 Prozent im Vergleich zur Hauptsaison im Juli und August.
Vergleich nach Personenanzahl
Nicht jede Unterkunft passt zu jeder Gruppengröße. Diese Tabelle zeigt dir, welcher Typ für wie viele Personen geeignet ist.
| Unterkunftstyp | Solo | Paar | Familie (4) | Gruppe (6+) |
|---|---|---|---|---|
| Zelt | ✅ | ✅ | ✅ | ⚠️ |
| Van | ✅ | ✅ | ❌ | ❌ |
| Dachzelt | ✅ | ✅ | ❌ | ❌ |
| Pods | ✅ | ✅ | ❌ | ❌ |
| Bubble-Zelt | ❌ | ✅ | ❌ | ❌ |
| Baumhaus | ❌ | ✅ | ⚠️ | ❌ |
| Safarizelt | ⚠️ | ✅ | ✅ | ❌ |
| Tiny House | ❌ | ✅ | ⚠️ | ❌ |
| Wohnwagen | ⚠️ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Wohnmobil | ⚠️ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Mobilheim | ❌ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Bungalow | ❌ | ✅ | ✅ | ✅ |
Legende: ✅ Ideal | ⚠️ Möglich, aber nicht optimal | ❌ Ungeeignet
Was bedeutet das für dich?
Als Paar hast du die größte Auswahl – fast alle Unterkunftstypen funktionieren für zwei Personen. Familien mit Kindern sollten zu Wohnwagen, Wohnmobil, Mobilheim oder Bungalow greifen. Solo-Camper sind mit Zelt, Van, Dachzelt oder Pods gut bedient. Für Gruppen ab sechs Personen bleiben hauptsächlich große Wohnwagen, Wohnmobile oder Bungalows – oder ihr bucht einfach mehrere kleinere Unterkünfte nebeneinander.
Vergleich nach Komfort vs. Flexibilität
Diese Tabelle hilft dir zu entscheiden, was dir wichtiger ist: Maximaler Komfort oder maximale Flexibilität. Beides gleichzeitig gibt es selten.
| Unterkunftstyp | Komfort-Level | Flexibilität | Ideal für… |
|---|---|---|---|
| Zelt | ⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Natur-Puristen, Budget-Camper |
| Van | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | Roadtrips, Stadt-Camping |
| Dachzelt | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | Spontane Trips, Abenteurer |
| Wohnwagen | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ | Familien, Standort-Camper |
| Wohnmobil | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | Komfort-Roadtrips |
| Mobilheim | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐ | Einsteiger, Komfort-Fans |
| Bungalow | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐ | Luxus-Camper, Langzeit-Urlaub |
| Safarizelt | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ | Glamping-Einsteiger |
| Baumhaus | ⭐⭐⭐ | ⭐ | Romantik, Abenteuer |
| Pods | ⭐⭐⭐ | ⭐ | Budget-Glamping |
| Tiny House | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐ | Design-Fans, Minimalisten |
| Bubble-Zelt | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐ | Besondere Anlässe |
Die goldene Regel:
Je flexibler du sein willst (jeden Tag woanders), desto weniger Komfort musst du in Kauf nehmen. Das Wohnmobil ist der beste Kompromiss: Du hast guten Komfort UND kannst mobil bleiben. Wenn du eine Woche oder länger am selben Ort bleibst, wähle eine komfortable, feste Unterkunft wie Mobilheim oder Bungalow. Für maximale Abenteuer-Flexibilität: Zelt oder Van.
Entscheidungshilfe:
- Du willst jeden Tag woanders sein? → Zelt, Van, Wohnmobil
- Du bleibst eine Woche am gleichen Ort? → Mobilheim, Bungalow, Tiny House
- Du willst Komfort UND Mobilität? → Wohnmobil oder Dachzelt
- Du willst Natur-Erlebnis mit kleinem Budget? → Zelt
Entscheidungshilfe: Welcher Typ passt zu dir?
Du hast jetzt alle Optionen kennengelernt, aber die Entscheidung fällt dir noch schwer? Kein Problem! Diese Quick-Finder helfen dir, basierend auf deiner Situation die richtige Wahl zu treffen. Finde dein Szenario und entdecke unsere Empfehlung.
Szenario 1: „Ich habe noch NIE gecampt und will erstmal testen“
→ Empfehlung: Mobilheim oder Safarizelt
Warum? Du brauchst absolut kein Equipment, musst nichts aufbauen und kannst trotzdem die Campingplatz-Atmosphäre genießen. Das Mobilheim bietet dir Komfort wie in einer Ferienwohnung – perfekt, wenn du dir noch unsicher bist. Das Safarizelt gibt dir ein bisschen mehr Abenteuer-Feeling, bleibt aber komfortabel. Beide Optionen sind ideal für deinen ersten Camping-Test.
Alternative: Wenn du direkt etwas mobiler sein willst, miete ein kompaktes Wohnmobil für ein Wochenende.
Szenario 2: „Ich will einen Roadtrip durch Europa machen“
→ Empfehlung: Wohnmobil (gemietet) oder Van
Warum? Du brauchst maximale Flexibilität für einen Roadtrip. Mit einem Wohnmobil oder Van kannst du jeden Tag woanders übernachten, bist unabhängig von Öffnungszeiten und Reservierungen. Das Wohnmobil bietet mehr Komfort (eigenes Bad, Küche), der Van ist wendiger in Städten und auf engen Bergstraßen. Für Roadtrips in Südeuropa (Italien, Kroatien) empfehlen wir den Van wegen der kompakten Größe.
Tipp: Miete für 2-3 Wochen, das ist oft günstiger pro Tag als nur eine Woche.
Szenario 3: „Ich bin mit Familie (2 Kinder) unterwegs“
→ Empfehlung: Wohnwagen oder Mobilheim
Warum? Mit Kindern brauchst du Platz und Komfort. Der Wohnwagen bietet separate Schlafbereiche, ein eigenes Bad (wichtig mit Kindern!) und genug Stauraum für Spielzeug und Kleidung. Das Mobilheim ist noch komfortabler und die Kinder können auf dem Campingplatz sicher spielen, während du entspannst. Beide Optionen haben meist Zugang zu Pools, Spielplätzen und Animation – perfekt für Familien.
Tipp: Campingplätze mit Kinderanimation machen den Urlaub entspannter für Eltern.
Szenario 4: „Ich habe kleines Budget (unter 50 Euro pro Nacht)“
→ Empfehlung: Zelt oder Dachzelt
Warum? Das sind die günstigsten Optionen beim Camping. Mit einem Zelt zahlst du oft nur 15-30 Euro Campingplatzgebühr. Ein Dachzelt erfordert zwar eine Anschaffung, danach sind die Nachtkosten aber ebenfalls minimal. Beide geben dir maximale Flexibilität und echtes Camping-Feeling. In der Nebensaison kommst du oft unter 20 Euro pro Nacht.
Spar-Tipp: Nutze Camping-Pässe wie ACSI Camping Card oder Camping Key Europe für Rabatte.
Szenario 5: „Ich will ein besonderes Erlebnis (Jubiläum, Hochzeitsreise)“
→ Empfehlung: Baumhaus, Bubble-Zelt oder Safarizelt
Warum? Für besondere Anlässe willst du etwas Unvergessliches. Das Baumhaus bietet Romantik und Abgeschiedenheit. Das Bubble-Zelt mit Sternenblick ist perfekt für romantische Nächte. Das Safarizelt kombiniert Luxus mit Abenteuer. Alle drei Optionen sind Instagram-würdig und schaffen Erinnerungen fürs Leben.
Tipp: Buche 3-6 Monate im Voraus, diese Unterkünfte sind schnell ausgebucht. Kombiniere es mit einem schönen Ort (Weinregion, Berge, Meer).
Szenario 6: „Ich will Natur pur erleben“
→ Empfehlung: Zelt oder Van
Warum? Für authentisches Natur-Erlebnis ist das Zelt unschlagbar. Du hörst die Vögel, spürst den Wind und bist der Natur so nah wie möglich. Der Van gibt dir ein bisschen mehr Schutz und Komfort, bleibt aber flexibel genug für abgelegene Spots. Beide Optionen ermöglichen dir, auch auf kleineren Campingplätzen oder Naturcamps zu übernachten.
Tipp: Nutze Apps wie Park4Night, um naturnahe Stellplätze zu finden (wo legal).
Szenario 7: „Ich will Camping im Winter testen“
→ Empfehlung: Winterfestes Wohnmobil, Tiny House oder Bungalow
Warum? Im Winter brauchst du Heizung und gute Isolierung. Winterfeste Wohnmobile haben Doppelböden und starke Heizungen. Tiny Houses und Bungalows sind oft mit Kamin oder Fußbodenheizung ausgestattet. Alle drei bieten dir Komfort auch bei Minusgraden. Besonders in den Alpen oder Skandinavien gibt es tolle Winter-Camping-Plätze.
Wichtig: Prüfe bei der Buchung, ob die Unterkunft wirklich „wintertauglich“ ist!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Du hast noch Fragen? Hier beantworten wir die häufigsten Fragen von Camping-Einsteigern zu Unterkunftstypen.
Welche Unterkunft ist am besten für Camping-Anfänger?
Für absolute Einsteiger empfehlen wir ein Mobilheim oder Safarizelt. Du genießt die volle Campingplatz-Atmosphäre mit Pool, Animation und der Gemeinschaft anderer Camper, verzichtest aber nicht auf Komfort. Kein Equipment nötig, kein Aufbau-Stress – du holst einfach den Schlüssel ab und kannst loslegen.
Wenn du lieber etwas mobiler sein und ein bisschen Abenteuer erleben willst, ist ein gemietetes Wohnmobil ebenfalls sehr anfängerfreundlich. Wähle ein kompaktes Modell unter sechs Metern Länge. Du bekommst eine ausführliche Einweisung vom Vermieter und moderne Wohnmobile fahren sich fast wie ein großer Van.
Was du als Anfänger vermeiden solltest: Wohnwagen (das Rangieren ist am Anfang frustrierend) und sehr exotische Unterkünfte wie Bubble-Zelte (sehr teuer und speziell). Auch Wintercamping im Zelt ist nichts für Einsteiger – starte lieber im Sommer.
Was kostet Camping durchschnittlich pro Nacht?
Die Kosten variieren stark je nach Unterkunftstyp und Saison:
Budget-Camping (€): 15-50 Euro pro Nacht
- Zelt auf Campingplatz: 15-30 Euro
- Dachzelt: 15-30 Euro (plus einmalige Anschaffung von 1.500-3.500 Euro)
- Pods/Schlaffässer: 50-100 Euro
Mittelklasse-Camping (€€): 60-150 Euro pro Nacht
- Mobilheim: 60-120 Euro
- Van (Miete): 80-150 Euro
- Wohnwagen (Miete): 60-120 Euro
Premium-Camping (€€€): 120-500 Euro pro Nacht
- Wohnmobil: 120-250 Euro
- Safarizelt: 80-200 Euro
- Tiny House: 150-300 Euro
- Baumhaus: 120-300 Euro
- Bubble-Zelt: 200-500 Euro
Spar-Tipp: Die Nebensaison (Mai, Juni, September) ist 30-50 Prozent günstiger als die Hauptsaison im Juli und August. Freitag bis Sonntag ist oft teurer als unter der Woche.
Brauche ich einen speziellen Führerschein für Wohnmobil oder Wohnwagen?
Für Wohnmobile:
- Bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht: Dein normaler PKW-Führerschein (Klasse B) reicht völlig aus
- Über 3,5 Tonnen: Du brauchst einen Führerschein der Klasse C1
Tipp für Einsteiger: Wähle für deinen ersten Trip ein Wohnmobil unter 3,5 Tonnen. Die allermeisten Miet-Wohnmobile für zwei bis vier Personen fallen in diese Kategorie. Nur sehr große Alkoven-Modelle oder Luxus-Liner wiegen mehr.
Für Wohnwagen:
- PKW plus Wohnwagen zusammen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht: Führerschein Klasse B reicht
- Über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht: Du brauchst Führerschein Klasse BE
Wichtig: Das Gesamtgewicht ist NICHT die Länge! Ein langer Wohnwagen kann unter 3,5 Tonnen wiegen, ein kurzer aber schwerer kann darüber liegen. Prüfe vor der Miete oder dem Kauf das zulässige Gesamtgewicht. Dein Zugfahrzeug muss außerdem die entsprechende Anhängelast haben.
Wer hat welchen Führerschein?
- Führerschein vor 1999 gemacht: Du hast automatisch BE (darfst alles bis 7,5 Tonnen)
- Führerschein ab 1999: Du hast nur B (bis 3,5 Tonnen), für mehr brauchst du eine Erweiterung
Kann ich mit Hund campen? Welche Unterkunft ist geeignet?
Ja, viele Campingplätze sind hundefreundlich! Die besten Optionen für Camping mit Hund:
Sehr gut geeignet:
- Wohnmobil/Wohnwagen: Eigener, abgetrennter Bereich für den Hund, kein Nachbar wird gestört
- Mobilheim: Oft mit Garten oder Terrasse, der Hund hat Auslauf
- Zelt: Maximale Flexibilität, du kannst hundefreundliche Plätze wählen
Bedingt geeignet:
- Van: Funktioniert für kleine bis mittelgroße Hunde, kann aber eng werden
- Safarizelt: Oft erlaubt, aber prüfe die Platz-Regeln vorher
Meist nicht erlaubt:
- Baumhaus, Bubble-Zelt, Tiny House: Die meisten Vermieter verbieten Haustiere
Was du beachten solltest:
- Prüfe VORHER die Campingplatz-Regeln! Nicht alle Plätze sind hundefreundlich
- Viele Plätze verlangen einen Aufpreis für Hunde (5-10 Euro pro Nacht)
- Manche haben Beschränkungen: maximal ein Hund, bestimmte Rassen verboten, Leinenpflicht
- In der Hauptsaison sind Hunde manchmal nicht erlaubt (wegen Pool-Bereich etc.)
Hunde-freundliche Länder: Deutschland, Niederlande, Dänemark. In Italien und Frankreich oft strenger (vor allem an Stränden).
Wohnmobil vs. Wohnwagen – was ist besser?
Das kommt ganz auf deine Prioritäten an:
Wähle ein WOHNMOBIL wenn:
- Du viel unterwegs bist und häufig den Standort wechselst (Roadtrip-Stil)
- Du spontan sein und flexibel bleiben willst
- Du alleine oder zu zweit fährst (kein Rangier-Helfer für Wohnwagen)
- Du Komfort und Mobilität kombinieren willst
- Du keine Anhänger-Fahrpraxis hast
Wähle einen WOHNWAGEN wenn:
- Du länger an einem Ort bleibst (eine Woche oder mehr)
- Du bereits ein geeignetes Zugfahrzeug mit Anhängerkupplung besitzt
- Du vor Ort Ausflüge machen willst (Auto steht frei zur Verfügung)
- Du mehr Wohnraum brauchst bei gleicher Außenlänge
- Du öfter am selben Campingplatz bist (Dauercamper)
Kosten-Vergleich:
- Anschaffung: Wohnwagen günstiger (ab 15.000 Euro vs. ab 40.000 Euro fürs Wohnmobil)
- Miete: Wohnwagen etwas günstiger (60-120 Euro vs. 120-250 Euro pro Tag)
- Sprit: Wohnwagen günstiger beim Fahren, am Standort kein Verbrauch
- Versicherung: Wohnwagen günstiger
Für Einsteiger: Das Wohnmobil ist eindeutig einfacher zu handhaben! Kein Rangieren, kein Rückwärtsfahren mit Anhänger, keine komplizierte Anhängerkupplung.
Ist Wildcampen in Deutschland erlaubt?
Kurze Antwort: Nein, Wildcampen ist in Deutschland weitgehend verboten.
Im Detail:
- Wildcampen (Zelt aufbauen in der Natur) ist in allen Bundesländern verboten
- Einmaliges Übernachten im Wohnmobil zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit wird teilweise toleriert – aber nicht auf Privatgrundstücken, in Naturschutzgebieten oder wo es explizit verboten ist
- Es gibt keine bundesweite Regelung, jedes Bundesland hat eigene Gesetze
Bußgelder: Je nach Bundesland zwischen 5 und 5.000 Euro. In Naturschutzgebieten besonders hoch.
Legale Alternativen in Deutschland:
- Campingplätze: Sehr gute Infrastruktur, günstig, überall verfügbar
- Stellplätze: Oft günstiger, weniger Komfort, speziell für Wohnmobile
- Private Plätze: Über Plattformen wie AlpacaCamping, Landvergnügen (oft kostenlos!)
- Bauernhof-Stellplätze: Gegen kleine Gebühr bei Bauern übernachten
Apps und Websites für legale Spots:
- Park4Night: Zeigt legale Stellplätze und Campingplätze
- Landvergnügen: Kostenlos bei Winzern, Bauern, Brauereien übernachten (gegen Mitgliedschaft)
- AlpacaCamping: Private Stellplätze, oft in schöner Natur
In anderen Ländern: Norwegen, Schweden, Schottland erlauben Wildcampen teilweise (Jedermannsrecht). In Südeuropa (Italien, Spanien, Kroatien) ist es meist noch strenger als in Deutschland.
Welche Unterkunft ist am umweltfreundlichsten?
Am umweltfreundlichsten:
- Zelt – Keine Emissionen beim Übernachten, minimale Ressourcen nötig, kein Strom- oder Wasserverbrauch
- Dachzelt – Nutzt dein bestehendes Fahrzeug, keine zusätzlichen Fahrten nötig
- Tiny House – Oft mit Solarenergie betrieben, nachhaltig gebaut, Regenwasser-Nutzung
Mittelfeld:
- Van und kleine Wohnmobile (moderater Spritverbrauch von 7-10 Litern pro 100 Kilometer)
- Mobilheime (fest installiert, keine Fahrt-Emissionen, aber Strom- und Wasserverbrauch)
Weniger umweltfreundlich:
- Große Wohnmobile (10-15 Liter Spritverbrauch pro 100 Kilometer)
- Wohnwagen mit großem SUV als Zugfahrzeug (hohes Gesamtgewicht = hoher Verbrauch)
Wie du beim Camping nachhaltiger sein kannst:
- Wähle Campingplätze mit Umwelt-Zertifikat (EU Ecolabel, Ecocamping)
- Nutze Solar-Ladegeräte für Handy und Laptop
- Vermeide Einweggeschirr und Plastikflaschen
- Fahre in der Nebensaison (weniger Stau = weniger Emissionen)
- Wähle nahe Ziele statt Fernreisen
- Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad für Ausflüge vor Ort
- Dusche kurz und spare Wasser
Nachhaltigster Trip: Mit dem Zug zum Campingplatz fahren, dort ein Mobilheim oder Safarizelt mieten.
Kann ich im Winter campen? Welche Unterkunft ist geeignet?
Ja, Wintercamping wird immer beliebter! Du brauchst aber die richtige Unterkunft:
Sehr gut geeignet:
- Winterfeste Wohnmobile mit Isolierung, Doppelboden und starker Heizung
- Tiny Houses mit Vollausstattung, oft mit Kamin oder Fußbodenheizung
- Bungalows/Chalets mit fester Bauweise und perfekter Isolierung
Bedingt geeignet:
- Normale Wohnmobile (mit Zusatzheizung und guter Vorbereitung OK)
- Mobilheime (nicht alle sind winterfest, vorher prüfen!)
Nicht geeignet:
- Zelt (außer du bist Profi mit Spezial-Winterausrüstung)
- Safarizelt, Baumhaus (meist keine Heizung)
- Bubble-Zelt (viel zu kalt)
- Van (oft zu wenig Isolierung)
Winter-Camping-Tipps:
- Prüfe bei der Buchung explizit, ob die Unterkunft „wintertauglich“ ist
- Campingplätze sind im Winter oft 30-50 Prozent günstiger
- Ski-Campingplätze in den Alpen sind besonders beliebt (direkt an der Piste!)
- Achte auf Frostwasser-Schutz bei Wohnmobilen (Wasserleitungen können einfrieren)
- Packe warme Kleidung und gute Schlafsäcke ein
- Plane mehr Heizkosten ein (Gas oder Strom)
Beliebte Winter-Camping-Regionen: Bayern, Österreich, Schweiz, Südtirol, Skandinavien (Nordlichter!)
Für Einsteiger: Starte mit einem Bungalow oder Tiny House im Winter – so testest du, ob dir Camping bei Kälte Spaß macht, ohne zu frieren.
Fazit: Dein erster Camping-Trip wartet auf dich!
Du hast jetzt 12 verschiedene Unterkunftstypen beim Camping kennengelernt – vom spartanischen Zelt bis zum luxuriösen Bubble-Zelt. Die gute Nachricht: Es gibt für JEDEN die passende Option, egal ob du Abenteurer, Komfort-Fan, Familie oder Solo-Reisender bist.
Unser wichtigster Tipp: Lass dich nicht überfordern! Du musst nicht sofort das perfekte Setup finden. Viele erfahrene Camper haben klein angefangen – mit einem gemieteten Wohnmobil für ein Wochenende oder einem Mobilheim am See. Teste verschiedene Typen über die Jahre und finde heraus, was wirklich zu dir passt.
Für deinen Start empfehlen wir:
- Als absoluter Einsteiger: Mobilheim oder Wohnmobil (gemietet)
- Mit kleinem Budget: Zelt oder Dachzelt
- Für Familien: Wohnwagen oder Mobilheim
- Für Roadtrips: Van oder Wohnmobil
- Für besondere Erlebnisse: Baumhaus oder Safarizelt
Nutze unsere Vergleichstabellen, um schnell zu sehen, welcher Typ zu deinem Budget und deiner Situation passt. Die Entscheidungshilfe zeigt dir konkret, was in deinem Szenario am besten funktioniert.
Camping wird nicht nur ein Urlaub – es kann zu deinem neuen Lieblingshobby werden. Die Freiheit, die Community und die Naturerlebnisse sind einzigartig. Egal ob du im Zelt unter Sternen einschläfst oder im Tiny House gemütlich kochst: Dein erstes Camping-Abenteuer wird unvergesslich.
Also, worauf wartest du noch? Pack deine Sachen und starte dein erstes Camping-Abenteuer. Die Natur ruft!
Viel Spaß und gute Reise! 🏕️
